Der Bundesrat hat heute zusammen mit seinen EFTA-Verbündeten Island, Liechtenstein und Norwegen ein Freihandelsabkommen mit Bosnien und Herzegowina, sowie den zwei zentralamerikanischen Staaten Costa Rica und Panama unterzeichnet. Ziel der Abkommen ist die Stärkung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen den EFTA-Staaten und Bosnien und Herzegowina, bzw. Costa Rica und Panama. Ausserdem haben die Minister eine Zusammenarbeitserklärung mit Myanmar unterzeichnet, die mit diesem Land einen institutionalisierten Dialog über Möglichkeiten zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen vorsieht. Das Abkommen mit Bosnien und Herzegowina enthält insbesondere Bestimmungen bezüglich

der Liberalisierung des Handels mit Industrieprodukten, Fisch und anderen Meeresprodukten sowie landwirtschaftlichen Verarbeitungsprodukten. Es legt die Streichung der meisten Zölle auf diesen Produkten durch Bosnien und Herzegowina ab Inkrafttreten des Abkommens fest. Zudem sieht es für die verbleibenden Zölle die Aufhebung bis spätestens 1. Januar 2018 vor. Das Freihandelsabkommen mit den zentralamerikanischen Staaten Costa Rica und Panama hat einen noch weitergehenden Geltungsbereich. Es beinhaltet Liberalisierungsverpflichtungen für den Handel mit Industrieprodukten, verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten und Fisch aber auch für den Handel mit Basisagrarprodukten. Zudem enthält es Bestimmungen bezüglich weiterer Bereiche, wie beispielsweise den Handel mit Dienstleistungen, den Abbau technischer Handelshemmnisse, Investitionen, Geistiges Eigentum, oder Wettbewerbsvorschriften. Dank diesem Abkommen werden die EFTA-Staaten ab Inkrafttreten oder nach Übergangsfristen von i.d.R. fünf bis zehn Jahren insbesondere für alle Industrieprodukte und Fisch sowie andere Meeresprodukte von einem zollfreien Zugang auf den costa-ricanischen und panamaischen Markt profitieren.

24. Juni 2013 ▪ Kategorie: Ursprung

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Simeon L. Probst

Leader Customs Consulting

Simeon Probst bringt eine umfangreiche Erfahrung und einen vielseitigen Werdegang mit. Er referiert an PwC-eigenen und externen Mehrwertsteuer- und Zollseminaren sowie an Lehrveranstaltungen der Wirtschaftsprüfungsbranche. Simeon Probsts fundiertes Wissen in der Mehrwertsteuer- und Zollplanung stammt unter anderem aus der Beratung von Schweizer Konzernen bei der Einführung moderner Supply-Chain-Modelle. Er hat zahlreiche Projekte mit komplexen internationalen Vertriebsstrukturen und Fragestellungen rund um die Mehrwertsteuer und Zollabwicklung begleitet, zum Beispiel für eine Schweizer Stahl-Gruppe und einen Schweizer Medizintechnikhersteller.

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