Es geht Schlag auf Schlag: Heute Morgen China und kurz nach dem Mittag Costa Rica und Panama. Soeben hat der Bundesrat die Botschaften zum Freihandelsabkommen Schweiz – China sowie zwischen der EFTA und Costa Rica und Panama publiziert. In der Botschaft zum Abkommen mit China ist aufgefallen, dass

abermals die Wichtigkeit des Abkommens für die Schweizer Wirtschaft unterstrichen, ja sogar doppelt unterstrichen wird: „Das FHA schafft für die Schweizer Wirtschaft gegenüber Ländern, die kein FHA mit China haben, einen Wettbewerbsvorteil und beugt der Diskriminierung von Schweizer Wirtschaftsakteuren gegenüber bestehenden und künftigen Freihandelspartnern Chinas vor. Angesichts der aktuellen und künftigen Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft und damit für die weltweite Diversifikation der Schweizer Exportdestinationen wird das FHA Schweiz-China einen erheblichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz leisten.“ (Botschaft, Seite 10). Nun liegt es am National- und Ständerat, diese Marktöffnung der Schweizer Wirtschaft zu ermöglichen. Was heisst dies nun für die Schweizer Wirtschaft? Wird die Frage „wollen wir als Schweizer Gesellschaft von den Abkommen profitieren?“ mit einem eindeutigen und lauten JA beantwortet, dann ist es höchste Zeit für:

  • Überprüfung der aktuellen Lieferstruktur und die direkten Auswirkungen des Abkommens
  • Feststellung über die aktuellen internen Berechnungstool (ev. IT-gestützt) betreffend der Ursprungskalkulation inkl. Dokumentation
  • Auf- resp. Ausbau der internen Zollorganisation inkl. einem angemessenen Wissenstransfer
  • Überlegungen zur Anpassung der Lieferstruktur (Einkäufe z.B. neu in China, Nutzung der weiteren Freihandelsabkommen der Schweiz (sog. „Gateway-Gedanke“)

Springen Sie auf und reiten Sie mit, es lohnt sich ganz bestimmt!

4. September 2013 ▪ Kategorie: Ursprung

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Simeon L. Probst

Leader Customs Consulting

Simeon Probst bringt eine umfangreiche Erfahrung und einen vielseitigen Werdegang mit. Er referiert an PwC-eigenen und externen Mehrwertsteuer- und Zollseminaren sowie an Lehrveranstaltungen der Wirtschaftsprüfungsbranche. Simeon Probsts fundiertes Wissen in der Mehrwertsteuer- und Zollplanung stammt unter anderem aus der Beratung von Schweizer Konzernen bei der Einführung moderner Supply-Chain-Modelle. Er hat zahlreiche Projekte mit komplexen internationalen Vertriebsstrukturen und Fragestellungen rund um die Mehrwertsteuer und Zollabwicklung begleitet, zum Beispiel für eine Schweizer Stahl-Gruppe und einen Schweizer Medizintechnikhersteller.

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