Das Freihandelsabkommen mit China war oft in der Presse und es wurde viel darüber geschrieben. Aber wo stehen wir denn heute? Kann das Abkommen noch scheitern? Sind die Schweizer Gesellschaften bereits am „Startblock“ oder noch in der Aufwärmrunde? Fakt ist: Das Abkommen wird kommen resp. ein Scheitern kann fast ausgeschlossen werden.

Der Fahrplan sieht vor, dass in dieser Woche ab dem Mittwoch 19. Februar 2014 eine Delegation von China in Bern verweilt und die diversen zolltechnischen und formellen Anforderungen und Auslegungen mit der Schweizer Zollbehörde diskutiert. Weiter wird der Ständerat am Dienstag 18. März 2014 über das Abkommen debattieren. Ich gehe davon aus, dass das „Stöckli“ die Vorteile des Abkommens auf den ersten Blick erkennt und entsprechend die Abstimmung / Zustimmung eine reine formelle Angelegenheit wird. Auch die Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“ vermag keine Auswirkungen auf dieses Freihandelsabkommen zu entfalten resp. dieses gar zum Scheitern zu bringen. Somit wird dieses Abkommen in Kraft treten. Die Schweiz wird per 1. Juni 2014 hierfür bereit sein, auf chinesischer Seite dürfte es aber noch ein bisschen länger gehen: Aufgrund innerstaatlichen Regelungen können Anpassungen u.a. bei der Tarifierung per 1. Juli resp. 1. Januar vorgenommen werden. Aus diesem Grund wird das Abkommen frühestens per 1. Juli 2014 oder ev. erst 1. Januar 2015 umgesetzt. Dies liegt daher ganz in der Hand der chinesischen Verantwortlichen. Ich werde die nächsten 3 Wochen dieser und weiterer Fragen zum Abkommen in China nachgehen und an Veranstaltungen in diversen chinesischen Städten (von Beijing über Shanghai bis Guangzhou) über das Abkommen informieren. Ich werde dann gerne News und meinen Reisebericht im Lande des neuen und wichtigen Freihandelspartners in einem nächsten BLOG-Beitrag posten. In diesem Sinne: 回头见

18. Februar 2014 ▪ Kategorie: Ursprung

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Simeon L. Probst

Leader Customs Consulting

Simeon Probst bringt eine umfangreiche Erfahrung und einen vielseitigen Werdegang mit. Er referiert an PwC-eigenen und externen Mehrwertsteuer- und Zollseminaren sowie an Lehrveranstaltungen der Wirtschaftsprüfungsbranche. Simeon Probsts fundiertes Wissen in der Mehrwertsteuer- und Zollplanung stammt unter anderem aus der Beratung von Schweizer Konzernen bei der Einführung moderner Supply-Chain-Modelle. Er hat zahlreiche Projekte mit komplexen internationalen Vertriebsstrukturen und Fragestellungen rund um die Mehrwertsteuer und Zollabwicklung begleitet, zum Beispiel für eine Schweizer Stahl-Gruppe und einen Schweizer Medizintechnikhersteller.

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