Am Freitag 7. März 2014 hat der Bundesrat eine Änderung der Verordnung über das Ausstellen von Ursprungsnachweisen gutgeheissen. Diese Neuerung, welche am 1. April 2014 in Kraft treten wird, verschärft die Vorschriften im Bereich der Ursprungsnachweise.

Der Beschluss wird damit begründet, dass die Eidgenössische Zollverwaltung Überprüfungen im Ursprungsbereich lückenlos vornehmen können muss. Was bedeutet die Änderung konkret? Nach geltendem Recht müssen die Angaben auf den Ursprungsnachweisen während mindestens 3 Jahren aufbewahrt werden. Je nach Freihandelsabkommen (z.B. Freihandelsabkommen mit Südkorea) kann die Frist aber auch länger sein. Bisher war die eine längere Aufbewahrungsfrist für Belege zu den Angaben auf den Lieferantenerklärungen rechtlich nicht geregelt. Mit der Anpassung der Verordnung müssen neu auch die Belege zu den Angaben auf den Lieferantenerklärungen gemäss den Fristen des jeweiligen Freihandelsabkommen aufbewahrt werden. Dies hat zur Folge, dass die Aufbewahrungsfrist auch für Lieferungen im Inland mit Lieferantenerklärungen gilt. Es ist daher geboten, die Fristen in den für die Unternehmung relevanten Freihandelsabkommen zu prüfen und allenfalls Anpassungen der Aufbewahrungsmodalitäten vorzunehmen.

10. März 2014 ▪ Kategorie: Zollorganisation

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Daniela Heim

Senior Manager, VAT & Customs

Daniela berät namhafte nationale und internationale Unternehmen in den Bereichen Handel, Pharma und Immobilien in Mehrwertsteuer- und Zollanliegen. Ihre Projekte reichen von individuellen Fragen zur indirekten Steuer bis zur Umsetzung neuartiger Vertriebsmodelle mit optimierten Zoll- und Mehrwertsteuerstrukturen. Daniela verfügt über mehrere Jahre Erfahrung bei Rechtsstreitigkeiten und Verhandlungen mit lokalen und ausländischen Zoll- und Mehrwertsteuerbehörden. Sie engagiert sich zudem regelmässig als Referentin an PwC-Seminaren zu Zoll und Mehrwertsteuerthemen.

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