Heute hat der Bundesrat die Regelungen zur Wareneinfuhr im Reiseverkehr auf Verordnungsstufe geändert. Neu wird zwischen einer Wertfreigrenze bei der MWST und einer Freimenge bei den Zollabgaben unterschieden. Die Neuerungen treten per 1. Juli 2014 in Kraft.

Die Änderungen werden unter anderem damit begründet, dass die neuen Regelungen einfacher und transparenter sind sowie dass der Reiseverkehr effizienter zu bewältigen ist. Bereits im Vernehmlassungsverfahren, welches im Sommer 2013 durchgeführt wurde, zeichnete sich die neue Lösung der Eidgenössischen Zollverwaltung ab. Bei der Veranlagung von mitgeführten Waren ab dem 1. Juli 2014 wird nun konsequent zwischen Mehrwertsteuern mit einer Wertfreigrenze und Zollabgaben mit Freimengen unterschieden. Das Ziel der Zollverwaltung ist es auch, dass Reisende zukünftig vor dem Grenzübertritt mittels App auf dem Smartphone oder Tablet anmelden können. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: Mehrwertsteuer: Wenn die Wertfreigrenze von CHF 300.00 überschritten wird, sind sämtliche Waren mehrwertsteuerpflichtig. Neu gehören auch alkoholische Getränke und Tabakfabrikate der Gesamtmenge anzurechnen. Zollabgaben: Wenn die Freimengen überschritten werden, sind die Mehrmengen zollpflichtig. Die Tarifgruppen wurden zusammengefasst und reduziert – zum Beispiel wird keine Unterscheidung mehr vorgenommen, ob der Reisende frisches oder verarbeitetes Fleisch einführt. Das folgende Schema aus der Bundespublikation veranschaulicht die neue Regelung: Image Detailinformationen sind der Bundespublikation über die bevorstehenden Änderungen zu entnehmen: https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=52522 / Quelle der Grafik: Angehängte Mitteilung

2. April 2014 ▪ Kategorie: Zollrecht

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Martin Sutter

Manager, Customs & VAT

Martin gehört seit Jahren zu unseren Experten für indirekte Steuern und Zoll. In seiner Tätigkeit für verschiedene Unternehmen und Branchen hat er sich einen umfangreichen Erfahrungsschatz aufgebaut. Martin ist eidgenössisch diplomierter Treuhänder. In seiner Arbeit konzentriert er sich auf die regelkonforme Anwendung von Freihandelsabkommen, Ursprungsregeln, Zollabwicklung und -bewertungen. Zudem betreut er unsere Kunden in der Schnittstelle zwischen Zoll- und Mehrwertsteuer.

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