Inkrafttreten neuer Plausibilitätsregeln im e-dec beim Import. Was gilt es ab Montag, 24. November 2014 zu beachten? Mittels e-dec Info (33) vom 29. Oktober 2014 informierte die Eidgenössische Zollverwaltung EZV über bevorstehende Neuerungen bzw. Anpassungen der Plausibilitätsregeln im e-dec Import und Export.

Nebst ein paar veranlagungsspezifischen Anpassungen werden mit e-dec Release vom 23. November 2014 neu Prüfungen im Zusammenhang mit der UID, der MWST-Nr. sowie dem Verlagerungsverfahren MWST und Verpflichtungsverfahren VOC eingeführt, auf die wir näher eingehen möchten, da sich besonders zu Beginn der Einführung Schwierigkeiten ergeben können.
Neu werden ab Montag, den 24. November 2014 die UID, MWST-Nr. sowie die Bewilligungs-Nr. für das Verlagerungsverfahren MWST und das Verpflichtungsverfahren VOC auf ihre Gültigkeit überprüft. Besondere Beachtung gilt es dabei dem Verlagerungsverfahren MWST bei MWST-Gruppen zu schenken, da mehrere korrekte Angaben gemacht werden müssen, um eine erfolgreiche Plausibilitätsprüfung und Übermittlung der Zollanmeldungen zu gewährleisten. Die Bewilligung für das Verlagerungsverfahren MWST wird auf das jeweilige Gruppenmitglied ausgestellt. Dies hat zur Folge, dass bei der Zollanmeldung folgende Angaben gemacht werden müssen:

  • Feld „MWST-Nr.“: Gruppen-MWST-Nr. im UID-Format (Bsp. CHE123456789)
  • Feld „TIN Importeur“: UID des MWST-Gruppenmitglieds (Bsp. CHE987654321)
  • Feld „Bewilligungen“: Bewilligung Verlagerungsverfahren MWST des Gruppenmitglieds (Nr. und Datum)

Ausschnitt aus Muster-EZA Verlagerungsverfahren MWSTMusterbeispiel einer Zollanmeldung Nur wenn alle oben erwähnten Angaben korrekt angemeldet werden, kann die Zollanmeldung im e-dec durch das System angenommen werden, andernfalls entstehen Fehlermeldungen. Um etwaigen Komplikationen vorzubeugen, empfehlen wir den Inhabern von Verlagerungsverfahrensbewilligungen, diese Informationen an ihre Zollagenten weiterzugeben und sie auf die bevorstehenden Neuerungen hinzuweisen. In der Anfangsphase ist zudem mit diesbezüglichen Anfragen zu rechnen, weswegen diese entsprechenden Detailangaben bereitgehalten werden sollten.

19. November 2014 ▪ Kategorie: Zollverfahren

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Christina Haas Bruni

Senior Manager, VAT & Customs

Vor ihrem Start bei PwC im Jahr 2013 arbeitete Christina fast 25 Jahre lang für den Schweizer Zoll, davon mehr als 15 Jahre in der Zollgeneraldirektion in Basel. Christina stellt unseren Kunden eine praxiserprobte Erfahrung in allen Zollangelegenheiten zur Seite. Als Zollexpertin kennt sie die Herausforderungen internationaler Firmen. Ihr Fokus liegt bei der Umsetzung von Compliance-Prozessen mit entsprechenden Präferenz- und Herkunftsfragen. Christina war Gastreferentin und Lehrbeauftragte bei diversen Seminaren für Spediteure, Zollagenten und den MAS-Studiengang International Logistics Management. Im Weiteren war sie für Eurocustoms und im WTO Trade Facilitation Program tätig. Christina begleitet renommierte Schweizer und internationale Unternehmen. Ihr Themenspektrum reicht von einzelnen Zollanfragen bis zur Implementierung optimierter Vertriebsstrukturen mit firmeneigenem Zollmanagement.

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