Das Inkrafttreten des EDV-Obligatoriums für das nationale Transitverfahren (nTV) ist nun mit einem Monat Verspätung auf den 1. Mai 2015 festgelegt worden.

Wie in unserem Beitrag Nationales Transitverfahren: Bis März 2015 umstellen angekündigt, startete die Pilotphase des elektronischen nTV’s am 1. September 2014 und dauert nun bis Ende April 2015 an. Inskünftig werden die konventionellen Geleitscheine 11.51 und 11.52 vom elektronischen nTV abgelöst und somit aus dem Verkehr gezogen.
Wir empfehlen den Firmen, die von dieser Umstellung direkt betroffen sind, dieser Thematik grosse Beachtung zu schenken und die nötigen Massnahmen für eine erfolgreiche Umsetzung einzuleiten bzw. abzuschliessen. Die wichtigsten Punkte, die es in der Endphase zu beachten gilt, entnehmen Sie nachfolgender Aufstellung:

  • Unmittelbarer Austausch mit dem Softwareanbieter um die nötigen technischen Voraussetzungen zu erfüllen;
  • Eröffnung nTV ab Domizil des Zugelassenen Empfängers (ZE) nur möglich, sofern ZE auch Zugelassener Versender (ZV) ist;
  • Prüfung der Sicherheitsleistungen (Sicherstellung der Abgaben erfolgt elektronisch) um einer Kontosperrung vorzubeugen;
  • nTV mit Abschluss bei einer Grenzzollstelle ist weiterhin nicht vorgesehen;
  • Transitfrist ist auf die notwendige Zeit (1-3 Tage) zu begrenzen;
  • Notfallverfahren richtet sich nach dem gemeinsamen Versandverfahren (gVV).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der MitteilungInformatisierung des nationalen Transitverfahrens“ der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) sowie der Zollhomepage unter der Rubrik „nationaler Transit“ (Link: http://www.ezv.admin.ch/zollanmeldung/05042/05048/05674/index.html?lang).

26. März 2015 ▪ Kategorie: Zollverfahren

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Christina Haas Bruni

Senior Manager, VAT & Customs

Vor ihrem Start bei PwC im Jahr 2013 arbeitete Christina fast 25 Jahre lang für den Schweizer Zoll, davon mehr als 15 Jahre in der Zollgeneraldirektion in Basel. Christina stellt unseren Kunden eine praxiserprobte Erfahrung in allen Zollangelegenheiten zur Seite. Als Zollexpertin kennt sie die Herausforderungen internationaler Firmen. Ihr Fokus liegt bei der Umsetzung von Compliance-Prozessen mit entsprechenden Präferenz- und Herkunftsfragen. Christina war Gastreferentin und Lehrbeauftragte bei diversen Seminaren für Spediteure, Zollagenten und den MAS-Studiengang International Logistics Management. Im Weiteren war sie für Eurocustoms und im WTO Trade Facilitation Program tätig. Christina begleitet renommierte Schweizer und internationale Unternehmen. Ihr Themenspektrum reicht von einzelnen Zollanfragen bis zur Implementierung optimierter Vertriebsstrukturen mit firmeneigenem Zollmanagement.

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