In weniger als 50 Tagen ist es soweit. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) versendet ab dann die Einfuhrdokumente nicht mehr per Post. Wenn Sie also die Veranlagungsverfügungen und die Bordereaux noch in Papierform erhalten, müssen Sie zu diesem Zeitpunkt umstellen.

Praktischerweise hat die EZV die Einfuhrdokumente in der Vergangenheit den Importeuren oder Spediteuren in Papierform zugestellt. Ab dem 1. März 2018 beginnt ein neues Zeitalter und der Bezug der Dokumente wird von einer Bring- zur Holschuld. Sämtliche Importeure müssen sich dann darum kümmern, die Nachweise über die getätigten Einfuhren zu erhalten.

Inhaber eines ZAZ-Kontos haben die Möglichkeiten, die elektronischen Dokumente entweder über ein Web-Konto oder mit einer angebundenen Software direkt von der EZV zu beziehen. Sämtlichen Importeuren steht die weitere Möglichkeit offen, einzelne Dokumente über einen Zugangscode herunterzuladen. Dieser solle vom Spediteur oder Verzollungsagenten zur Verfügung gestellt werden. Für Firmen, welche regelmässig Einfuhren tätigen, dürfte die letzte Möglichkeit zu einem grossen administrativen Aufwand führen.

ZAZ-Kontoinhaber sollten sich auf jeden Fall bei der EZV registrieren und eine der ersterwähnten Möglichkeiten nutzen. Die Zeit dazu drängt schon ein wenig. Da für die Registrierung auch Authentifizierungsschritte notwendig sind, bei denen die EZV aus Sicherheitsgründen die Angaben per Post versendet, ist eine Vorlaufzeit nötig. Wenn die Wahl auf eine Softwarelösung fällt, ist auch noch Zeit für die Implementierungsschritte einzuplanen. Mit den entsprechenden Arbeiten sollte also so rasch als möglich begonnen werden.

Die Details dazu sind auf der Homepage der EZV aufgeschaltet. Eine Zusammenfassung über die Massnahmen können Sie auch aus unserem Flyer entnehmen.

Sprechen Sie mit uns, wenn Sie dazu Fragen haben.

 

 

11. Januar 2018 ▪ Kategorie: Zoll allgemein

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Martin Sutter

Manager, Customs & VAT

Martin gehört seit Jahren zu unseren Experten für indirekte Steuern und Zoll. In seiner Tätigkeit für verschiedene Unternehmen und Branchen hat er sich einen umfangreichen Erfahrungsschatz aufgebaut. Martin ist eidgenössisch diplomierter Treuhänder. In seiner Arbeit konzentriert er sich auf die regelkonforme Anwendung von Freihandelsabkommen, Ursprungsregeln, Zollabwicklung und -bewertungen. Zudem betreut er unsere Kunden in der Schnittstelle zwischen Zoll- und Mehrwertsteuer.

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